Das Embracher Trinkwasser kann bedenkenlos konsumiert werden – Stellungnahme zum Zeitungsbericht ZU vom 13.6.2025
In einem Zeitungsbericht des ZU vom 13.6.2025 wurde aufgrund der Kantonalen Züri Trinkwasser Map die Trinkwasserqualität von Embrach bemängelt. Die im Züri Trinkwasser Map ersichtlichen Messwerte von 0.4 – 0.7 µg/l Chlorothalonil-Metaboliten basieren aus fünf kantonalen Messungen aus den Jahren 2020 bis 2024 (letzte Probe Kanton 24.6.2024).
Tiefere Messwerte, ein Belastungsrückgang ist ersichtlich
Nebst den periodischen jährlichen Kontrollen im Embracher Versorgungsgebiet durch das Kantonale Labor Zürich lassen wir regelmässig im Rahmen der Selbstkontrolle das gesamte Trinkwassernetz mit 12 Proben im Jahr auf Chlorothalonil-Rückstände (R471811) untersuchen. Unser Analysenauftrag umfasst vier Grundwasserproben und acht Netzproben. Die Proben aus dem Jahre 2024 ergaben dabei Messwerte von 0.3 – 0.53 µg/l. Diese Werte sind auch auf www.trinkwasser.ch/de aufgeschaltet. Unsere letzte Selbstkontrolle vom 15.1.2025 mit 0.3 – 0.33 µg/l zeigt weitere tiefere Messwerte. Mit diesen aktuellen Messwerten ist unser Trinkwasser in der Zwischenzeit nicht schlechter als bei vielen anderen Gemeinden im Zürcher Unterland. Der Rückgang der Belastungswerte zeigt auf, dass die von der WVGE getroffenen Massnahmen Wirkung zeigen. Eine weitere Selbstkontrolle ist bereits wieder geplant.
Getroffene Massnahmen
Wir als betroffene Wasserversorgung unternehmen laufend die notwendigen Schritte, um weiterhin die Verteilung von einwandfreiem Trinkwasser als Lebensmittel sicherzustellen. Das Ausmass der Belastung mit Chlorothalonil-Metaboliten stellt uns, wie viele andere Wasserversorger, vor riesige Herausforderungen. Schnelle Lösungen gibt es für viele der betroffenen Versorger nicht, langfristige und nachhaltige aber schon.
Bereits nach Bekanntwerden der bestehenden Rückstände im Trinkwasser haben wir seitens der Wasserversorgung Embrach folgende Sofortmassnahmen ergriffen:
- Laufende Beobachtung (Beprobung) und Kommunikation der Metaboliten im Trinkwasser auf www.trinkwasser.ch/de
- Verwerfen von hochbelasteten Quellen
Das Verwerfen einzelner Quellen führte zu einer Senkung der Belastung im Netz.
Auch aktuell und in Zukunft prüfen wir laufend verhältnismässige Massnahmen und unternehmen alles – wie aktuell mit der Universität Neuenburg das Bestimmen des Wasseralters – um die gesetzlichen Qualitätsanforderungen möglichst rasch wieder einhalten zu können.
Weitere Massnahmen
Die Umsetzung kostenintensiver, insbesondere bauliche Massnahmen mit einem Netzausbau Trinkwasser als langfristige Lösung wird zurzeit geprüft bzw. wurde mit der Planung «Anschluss an die Gruppenwasserversorgung Vororte und Glattal GVG» mit Anbindung an das Seewasser bereits begonnen. Wir stehen zusätzlich im Kontakt mit dem Kantonalen Labor des Kantons Zürich. Dadurch wird sichergestellt, dass die Strategie der WVGE im Einklang mit der regionalen Strategie des Kantons steht.
Information und Kommunikation
Die Embracher Bevölkerung wird weiterhin regelmässig und transparent über die Wasserversorgung und im Besonderen auch über die Trinkwasserqualität (www.wasserqualitaet.ch) informiert. Zusätzlich werden unsere Selbstkontrollen künftig laufend auf www.wvge.ch publiziert.
Speziell zum Thema Chlorothalonil haben wir bereits früher zur Frage «Sind Chlorothalonil-Metaboliten eine Herausforderung für die Wasserversorgung?» Informationen auf unserer Homepage www.wvge.ch aufgeschaltet (https://www.wvge.ch/faq/).
Embrach, 16. Juni 2025
Der Vorstand